Beeindruckend und bedrückend war der Besuch der ständigen Ausstellung „wiR Erinnern“ im Polizeipräsidium Recklinghausen durch die Arbeitsgruppe zur Aufarbeitung der NS-Vergangenheit am Hittorf-Gymnasium Recklinghausen. Pressesprecher Andreas Lesch schilderte die zum Teil kaum vorstellbaren Misshandlungen durch Polizisten und durch die geheime Staatspolizei (Gestapo). Auch in den im Krieg besetzten Gebieten gab es durch das Polizeibataillon 316 aus Recklinghausen tausendfache Ermordungen, insbesondere an Juden und Jüdinnen. Für die (ehemaligen) SchülerInnen und (ehemaligen) LehrerInnen blieb am Ende die Farge offen, wie Menschen bereits kurz nach der Machtergreifung 1933 zu solchen Taten wie den Todesstürzen von Albert Albin Funk und Heinrich Vördingaus dem Fenster des Polizeipräsidiums fähig waren.
